Krankheiten mit Wasser heilen

 

 

Zwei Drittel unseres Körpers besteht aus Wasser, das alle Lebensprozesse erst ermöglicht. Es steuert Nervensignale, schwemmt Schadstoffe aus, transportiert Nährstoffe zu den einzelnen Zellen und spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Körpertemperatur. Zudem lassen sich auch Erkrankungen mit Wasser heilen, oder durch genügend Wasseraufnahme vorbeugen.
 

 

 

Durch Atmung, Schweiß und Harn, geht jede Minute Flüssigkeit aus dem Körper verloren. Das sind pro Tag circa 2,5 Liter. Da aber der Körper kein Wasser speichern kann, muss regelmäßig welches nachgeliefert werden. Denn eine langjährige Unterversorgung mit Wasser kann ausgeprägte gesundheitliche Folgen haben. Häufig wirkt sich ein chronischer Wassermangel erst im Laufe der Jahre aus.

Die Zellen des Körpers haben zwar Schwierigkeiten mit dem knappen Wasser auszukommen, aber sie gehen nicht gleich daran zugrunde. Um auch mit wenig Wasser einigermaßen zu funktionieren, hat der Körper im Laufe der Zeit verschiedene Methoden entwickelt. Wenn der Körper nicht ausreichend Flüssigkeit bekommt, kann er diese z. B. dem Blut entziehen. Die Folge: Das Blut dickt ein.

Doch dickes Blut ist nicht Lage richtig zu zirkulieren. Dadurch werden die Körperzellen zu wenig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Außerdem wird die Ausscheidung von Schweiß und Urin verringert, wodurch die Schadstoffe im Körper bleiben. Eine andere Methode des Körpers, ist die Verengung der Blutgefäße und dadurch eine Erhöhung des Blutdrucks. Das geringe Wasser kann so mit erhöhtem Druck in die Zellen gepresst werden.

Jedoch funktioniert diese Erhöhung des Blutdrucks nur für einen begrenzten Zeitraum gut und hat erhebliche schädliche Folgen. Gegen den dauerhaften Wassermangel entwickelt der Körper also verschiedene Maßnahmen, welche sich allerdings zu Krankheiten entfalten können. Zudem gibt es zahlreiche direkte Schadwirkungen, die durch einen langfristigen Mangel an Wasser begünstigt oder sogar verursacht werden.

 

 

 

Alarmsignale des Körpers für Wassermangel

 
 

 

Ein Wassermangel wird vom Organismus auf vier verschiedene Arten ausgedrückt:

 


1. Körperliche Empfindungen - wie chronische Müdigkeit (nicht als Folge körperlicher Anstrengung, sondern die morgendliche Unlust früh aufzustehen), Depressionen, Unruhe, Schlafstörungen, Ängstlichkeit, starkes Verlangen nach Limonade oder Alkohol und Gereiztheit.


2. Interne Notprogramme zum Ausgleichen der Austrocknung - wie Bluthochdruck, Dickflüssigkeit des Blutes, Verstopfung, Asthma oder Allergien.


3. Alarmzeichen als regionale Durstsignale - Rückenschmerzen, Sodbrennen, Kolitisschmerzen, Rheuma, Fibromyalgien (chronische Schmerzerkrankung des Gelenk- und Bewegungsapparates), und Angina pectoris (Herz- bzw. Brustschmerzen).


4. Komplikationen durch anhaltenden Wassermangel - wie Cholesterinablagerungen, Adipositas (Fettsucht), arterielle Gefäßkrankheiten, Venenentzündung, Hämorrhoiden, Neuritis (Nervenentzündung) und schwere neurologische Erkrankungen (Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson).

 

 

 

Weitere Krankheiten die auf einen Wassermangel hindeuten

 

Häufig müssen jedoch noch weitere Faktoren dazukommen, damit sich eine Krankheit zeigt. Weshalb dann oft diese anderen Faktoren, als Ursachen der Krankheiten angenommen werden und der Faktor Wassermangel ignoriert wird. Folgende weitere Erkrankungen kann ein Wassermangel mit verursachen:


Kopfschmerzen, Migräne, Blasensteine, Nierensteine, Nierenentzündung, Magengeschwüre, Gicht, Arthrose, Bandscheibenschäden, Hautkrankheiten, Wechseljahrsbeschwerden, Autoimmunkrankheiten, Osteoporose, Übergewicht und Immunschwäche.
Diese Erkrankungen sind jedoch nicht die einzigen, bei denen
chronischer Wassermangel eine große Rolle spielt.

 

 

 

Magenschleimhautentzündung


Auf eine Austrocknung des Magen-Darm-Traktes weisen z. B. Verdauungsbeschwerden hin. Diese können Durstsignale des Körpers sein. Die Beschwerden bei Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung und Zwölffingerdarmentzündung sollten nur mit Wassertrinken behandelt werden. Zu 98 Prozent besteht der Schleim der Magenschleimhaut aus Wasser, als natürliche Pufferzone.

Die darunter liegenden Zellen sondern Natron ab, welches in der Wasserschicht gebunden ist. Wenn die Magensäure nun diese Schutzschicht durchdringen möchte, wird sie durch das Natron neutralisiert. Die Wirksamkeit der Schleimbarriere gegen die Säure ist abhängig vom regelmäßigen Wassernachschub.

Ohne diesen schrumpft die Schleimschicht, wodurch die Säure in die Schleimhautschicht gelangen kann und verursacht dort Schmerzen. Damit ist Wasser wahrscheinlich die einzig schmerzlindernde Substanz.

Hierzu innerhalb von kurzer Zeit möglichst zwei bis drei Gläser Wasser trinken. Meistens verschwinden dann die Schmerzen innerhalb von 10 bis 30 Minuten. Die Verdauung fester Lebensmittel ist also von einer ausreichenden Menge Wasser abhängig.

 

 

 

Sodbrennen


Sodbrennen kann einen Wassermangel im oberen Magen-Darm-Trakt anzeigen. Wird dieser Mangel allerdings mit Medikamente behandelt und nicht durch reichliches und regelmäßiges Wassertrinken behoben, könnte es auf Dauer zu Entzündungen des Magens, des Dünndarm oder der Speiseröhre, zu Verstopfung, Magen-Darm-Geschwüren, Zwerchfelldurchbruch, Hämorrhoiden, Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) und Divertikeln (Ausstülpung an Hohlorganen zwischen der Speiseröhre und dem Dickdarm) kommen.

 

 

 

Migräne


Migräne deutet häufig auf einen Wassermangel im Gehirn und in den Augen hin. Wenn verhindert wird, dass sich der Mangel an Wasser im ganzen Körper ausbreiten kann, klingt die Migräne vollständig ab. Vorbeugendes regelmäßiges Wassertrinken ist oft die beste Lösung im Umgang mit Migräne. Ist die Schmerzbarriere übersprungen, kann der Körper mit ausreichend kaltem Wasser (oder Eiswasser) von innen und außen abgekühlt werden, damit sich die erweiterten Gefäße wieder schließen können. Dazu empfiehlt sich z. B. ein kaltes Armbad oder Wassertreten.

 

 

 

Asthma


Ein Zeichen für Komplikationen eines Wassermangels im Organismus sind Asthma und Allergien. Durch ein Wasserrationierungsprogramm des Körpers, welches mittels Histamin geregelt wird, entsteht die Kurzatmigkeit bei Asthma.

Da der freie Luftstrom bei Asthma behindert ist, kann das Wasser die Lunge nicht in Form von Dampf verlassen. Damit weniger Wasser durch das Atmen verloren geht, verengt das Histamin die Bronchien. Oft lassen sich Asthmaanfälle mit erhöhter Wasserzufuhr vermeiden, wodurch die Histaminproduktion der Zellen abnimmt.

Dadurch wird jede Zelle der Atemwege besser mit Wasser versorgt, das hilft die Luft bei jeder Ausatmung auszustoßen. Nach ein bis vier Wochen regelmäßiger Wasserzufuhr zeigen sich im Schnitt erste Ergebnisse.

 

 

 

Erhöhter Cholesterinspiegel


Hinweise auf früh einsetzenden Ausgleich von Austrocknung des Körpers sind hohe Cholesterinwerte. Deshalb wird Cholesterin zu einer Art Schutzschild gegen übermäßigen Wasserverlust.

Im Körper ist es jedoch vorwiegend zur Bildung von Hormonen und Vitamin D, sowie zur Bildung von Zellmembranen von Nervenzellen notwendig. Mittels reichliches Wassertrinken und Bewegung lässt sich der Blutcholesterinspiegel wirksam und ohne Körperschädigung senken.

 

Wasseranwendungen zur (äußerlichen) Behandlung von Erkrankungen

 

Diese Wasseranwendungen, welche unter anderem dem Wohlbefinden und der Stärkung der Gesundheit dienen, gehen dabei wesentlich auf Pfarrer Sebastian Kneipp zurück (siehe Wasseranwendungen nach Kneipp).

 

 

 


Thermalkuren mindern Rheumabeschwerden


Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen werden vor allem Bäder und Bewegungstherapien in warmen Thermalwassern angewandt. Zusätzlich kann das Trinken des Thermalwassers die Kur ergänzen.

Durch die Wärme und der hohe Mineralstoffgehalt wird die Durchblutung verbessert und ein leichterer Abtransport schädlicher Stoffwechselprodukte ermöglicht. Das entlastet die Gelenke. Heilanwendungen im Thermalwasser bewähren sich auch bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Studien bewiesen, dass die Beweglichkeit verbessert und sogar wiederhergestellt wurde. Auch bei Problemen mit der Wirbelsäule wirkte sich die Behandlung mit Thermalwasser positiv aus.

 

Oder: Gezielte Bäder gegen Rheumabeschwerden


Große Wirkungen bei rheumatischen Beschwerden und Einschränkungen im Bewegungsapparat werden auch durch Bäder erzielt. Häufig sind diese Beschwerden Folge degenerativer Gelenkveränderungen sowie muskulärer Fehl- und Überlastungen.

Der Nutzen thermoneutraler oder mild-warmer Bäder erschließt sich aus ihren schmerzlindernden, muskelentspannenden und gewebsentwässernden Effekten. Außerdem tragen die Bäder zu einer allgemeinen Entspannung und Beruhigung bei, da sie wohltuend auf das Nervensystem wirken.

Das hat auch positive Auswirkungen auf die Regenerierung nach schweren sportlichen und körperlichen Belastungen, sowie auf die Symptome psychovegetativer Erschöpfungs- und Überforderungszustände.

 

 

 

Brustwickel zur Linderung von Infekten der oberen Luftwege


Ein kalter Brustwickel dient nicht nur der Schmerzlinderung, sondern auch der Beruhigung von Hustenreiz. Neben der zusätzlich schleimlösenden Wirkung ist ein Brustwickel eine gute Alternative zur medikamentösen Therapie. Außerdem stellt er auch eine ideale Ergänzung zur Behandlung von Infekten der oberen Luftwege bzw. Bronchitis dar.

 

 

 

Meerwasser belebt Körper und verbessert die Hautstruktur


Über die Haut und Lunge können die Meereswirkstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Vitamine in den Organismus gelangen. Dort helfen sie, das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel anzukurbeln, Stress zu lindern sowie Knochen- und Gelenkbeschwerden zu beheben.

Eine Thalassotherapie (Meerwassertherapie) hat sich zudem bei Bronchitis und Neurodermitis bewährt. In einer Studie fand man heraus, dass Bäder im Meerwasser (mit Salz aus dem Toten Meer) die Hautbarriere empfindlicher Haut deutlich verbessern.

 

Veröffentlicht: 03/2008, von Anika Saager

 

 

 
 

 


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